EDR-INTERREG-Projekte / Majeure Projekte

In dieser Übersicht finden Sie Projekte, die im Rahmen des INTERREG IV A-Programms Deutschland-Nederland 2007 – 2013 ausgeführt und vom Programmmanagement bei der EDR begleitet wurden. Sie sind den jeweiligen Prioritäten alphabethisch untergeordnet. Die majeuren Projekte sind  im Anschluss an die EDR-INTERREG-Projekte zu finden


Priorität 1: Wirtschaft, Technologie und Innovation

Agrobiopolymeren
Entwicklung und Anwendung neuer Biokunststoffe/Fasern für "grüne" technische Produkte/Konsumgüter die (letztlich) aus regional vorhandenen Rohstoffen und organischen Reststoffen hergestellt werden
Im Projekt werden Biopolymere für bestimmte Anwendungen entwickelt und in einer industriellen Praxisumgebung getestet. Als Anwendungsgebiete unterscheiden wir bio-kompostierbare Garne, begrenzt haltbare Netzstrukturen, biologisch abbaubare Verpackungen, Naturfasern. Der zugrundeliegende Gedanke besteht darin, dass die Marktakzeptanz von Biopolymeren rasch und dauerhaft zunehmen wird, wenn industrielle Anwender von Biokunststoffen erfahren, dass Biopolymere den auf fossilen Rohstoffen basierten Polymeren qualitativ gleichwertig sind. Das Projekt richtet sich damit in erster Linie an das produzierende Gewerbe. Ergänzend dazu richten wir uns auf sonstige Industriebetriebe, in denen Polymere zum Einsatz kommen. Eine weitere Zielgruppe ist der Agrarsektor als Zulieferer von Reststoffen aus der Region, die bei der Herstellung von Biopolymeren Verwendung finden können. Denn wenn sich der Markt für Biopolymere auf Dauer erweitert, bietet dies den Anbietern solcher Reststoffe die Möglichkeit der Verwertung ihrer Restströme. Ferner nimmt die Zusammenführung bestehender Kompetenznetzwerke einen wichtigen Platz im Projekt ein. Dabei spielen Kompetenzzentren eine entscheidende Rolle. Wir möchten erreichen, dass die Anzahl der Interessenten weiter zunimmt, sodass die Kompetenzen über die Herstellung und Anwendung von Biopolymeren breiter gestreut werden. Dies wird dazu führen, dass die Nutzung und der Vertrieb von Produkten auf Basis von Biopolymeren deutlich zunehmen werden.
Projektlaufzeit: 1.7.2011 bis 30.6.2015
Geplante Projektkosten: 5.169.800 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 2.323.660 Euro

Agro-Business EDR
Nachhaltiges Agro-Business und Life Sciences in der Ems Dollart Region
In der grenzübergreifenden Konferenz "Verstärken durch Verbinden" am 26. Juni 2006 in Assen wurde darauf aufmerksam gemacht, dass gemeinsame Interessen der grenzübergreifenden Kooperation bestehen bei den Themen Agro-Business/Life Sciences. Im Agro-Business haben beide Länder, aufgrund einer marktorientierteren und wissensintensiveren Entwicklung, gute Perspektiven für einen Strukturwandel zu einer "Biobased Economy"/Nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung. Das Projekt "Nachhaltiges Agro-Business und Life Sciences in der Ems Dollart Region" richtet sich auf die Entwicklung von nachhaltigen Prozessen und Produkten mit hoher Wertschöpfung in den Bereichen: Food und Feed, Humane und veterinäre Gesundheit, Natürliche Inhaltsstoffe, Nachhaltige Energie Das Projekt umfasst die drei Teile: Exkursionen, Symposien/Seminare/Workshops/Aus-stellungen und interregionale Wissenstransferprojekte in obengenannten Bereichen. Die Zielsetzung des Projektes ist das gezielte Initiieren und Unterstützen eines Prozesses, bei dem Unternehmer sich mehr für grenzübergreifendes Wissen und Expertisen öffnen und bereit sind, in interregionalen Projekten in vorgenannten Bereichen mit zu arbeiten und in diese zu investieren.
Projektlaufzeit: 1.1.2009 bis 31.03.2012
Geplante Projektkosten: 468.090 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 234.045 Euro

Franchise4women/Federation4women
Das Projekt Federation4Women/Franchise4Women zielte darauf ab, grenzübergreifende Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen und Existenzgründerinnen über die grenzübergreifenden Möglichkeiten ihrer Branche zu informieren. Dabei lag der Schwerpunkt in der Erschließung eines gemeinsamen, grenzübergreifenden Marktes und der Nutzung einer innovativen Franchise-Organisation.
Das Projekt begann unter dem Namen Franchise4Women, aus Verständnisgründen wurde der Name in Federation4Women geändert. In dem Projekt wurden Frauen unterstützt bei der Organisation und Werbung für ihr Unternehmen im Grenzgebiet. Die Teilnehmerinnen wurden auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet. Arbeitslose - und auch nicht anspruchsberechtigte Frauen für Transferleistungen - konnten als selbstständige Unternehmerinnen tätig werden. Die Projektteilnehmerinnen erhielten individuelle Beratung, Gruppenbegleitung und Hilfe beim Schreiben des Unternehmensplans. Ein gemeinsames Service-Center wurde für das Projekt eingerichtet. Außerdem wurde ein zweisprachiges Handbuch entwickelt, um eine identische Arbeitsweise zu garantieren.
Projektlaufzeit: 1.1.2009 bis 31.12.2011
Geplante Projektkosten: 579.676 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 260.854 Euro

Franchise4women (Folgeprojekt)
Erweiterung des bestehenden Netzwerks Federation4Women von 18 auf 30 Mitglieder im Jahr 2012. Vertiefende grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Unternehmerinnen in Deutschland und in den Niederlanden im Grenzgebiet Groningen, Drenthe, Landkreis Emden und Landkreis Leer. Förderung der Wirtschaft und von Unternehmensaktivitäten in Gebieten mit rückläufiger Bevölkerungsdichte in Norddeutschland und dem Norden der Niederlande.
Projektlaufzeit: 20.9.2012 bis 30.6.2013
Geplante Projektkosten: 30.100 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 15.050 Euro

HEC
Kaum eine Branche ist auf beiden Seiten der Grenze gleichermaßen stark aufgestellt wie die Energiebranche. Sowohl im Norden der Niederlande als auch im Nordwesten Niedersachsens wurden die Potenziale bereits vor Jahren erkannt und durch den Aufbau regionaler Clusterinitiativen verstärkt. Auf niederländischer Seite ist Energy Valley erfolgreich tätig. Auf deutscher Seite behandelt die Ems-Achse "Energie" als Schwerpunktthema, weitere Kompetenzen kommen aus dem Oldenburger Energiecluster OLEC. Darauf baut das HEC-Projekt auf und beschreitet den nächsten Entwicklungsschritt hin zu einer strukturierten grenzübergreifenden Cluster-Kooperation im Energiebereich. Gegenstand ist die Organisation strategischer und praxisnaher Zusammenarbeit der Energiekompetenzträger aus Wirtschaft und Wissenschaft. Ziele sind die Steigerung von Innovationstätigkeit und Wachstum. Vision von HEC ist die Entwicklung einer Europäischen Energie-Exzellenzregion. In dem Zusammenhang fungiert HEC auch als Vorbereitung auf die künftige EU-Energiepolitik, -Strukturpolitik und -Innovationspolitik. Das HEC-Projektkonsortium hat sich auf acht Energie-Themenkorridore verständigt, zu denen in der Projektlaufzeit zahlreiche Energie-Akteure in Kompetenzgruppen zusammenarbeiten und Konzepte entwickeln werden. Parallel wird die Nachhaltigkeit der Energiezusammenarbeit abgesichert durch die Entwicklung eines Modells langfristiger grenzübergreifender Cluster-Kooperation.
Projektlaufzeit: 1.6.2010 bis 31.8.2013
Geplante Projektkosten: 1.199.770 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 539.899 Euro

ID3AS
Ziel des Projektes ist es, die Sensortechnologie als Schlüsseltechnologie für viele unterschiedliche Anwendungsfelder, wie die Produktions-, Verfahrens-, Energie-, Lebensmittel-, Logistiktechnik, Maschinenbau etc. sowie Gesundheit, Pflege und Umwelt zu erschließen und breit im Gebiet der zu verankern. Dazu soll das im Programmgebiet derzeit schwerpunktmäßig auf niederländischer Seite, vertreten durch das Institut INCAS³, vorhandene Know-How im Bereich der Grundlagenforschung zur Sensortechnologie mit dem schwerpunktmäßig auf der deutschen Seite vertretenen Know-How der Technologieanalyse in Anwendungssystemen der Sensortechnik, vertreten durch das Institut für Duale Studiengänge (IDS) der Hochschule Osnabrück am Standort Lingen, verschränkt und in einem zu entwickelnden Institut für dual konzipierte, angewandte Sensorsysteme (ID3AS) in der Region etabliert werden. Auf dieser Basis soll durch zwei Startprojekte die duale Entwicklung von Sensortechnologie und Anwendungssystem demonstriert werden. Ferner sollen entlang der Grenze die Teilnehmer für ein Netzwerk ermittelt werden, das durch das ID3AS koordiniert wird. Auf dieser Grundlage soll ein INTERREG V Projekt vorbereitet werden, das einen geschlossenen Teil zur generischen Sensor- und Anwendungssystemforschung mit einem offenen Projektteil kombiniert, in dem Unternehmen und Organisationen für konkrete Problemstellungen Lösungen auf Grundlage der angewandten Sensortechnologie mit den Experten des Netzwerks erarbeiten.
Projektlaufzeit: 1.4.2013 bis 31.03.2015
Geplante Projektkosten: 627.632 €
EU-Beitrag (EFRE)l: 289.384,00 €

MariStart
Die maritime Wirtschaft gehört zu den strukturell wichtigsten Branchen in der Ems Dollart Region. Die aus möglichen maritimen Kooperationsprojekten erzielbaren Wertschöpfungseffekte für die Region werden jedoch noch nicht hinreichend realisiert. Trotz vereinzelter Initiativen kann von einer zielgerichteten grenzübergreifenden Zusammenarbeit der maritimen Wirtschaft noch nicht die Rede sein. Auch die Wahrnehmung als gemeinsame maritime Kompetenzregion ist noch nicht entwickelt. Erste Bedarfe und inhaltliche Ansätze für eine stärkere grenzübergreifende Kooperation der maritimen Wirtschaft sind geäußert. Strukturen, auf deren Basis maritime Kooperationsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt werden könnten, fehlen noch. Hier setzt MariStart an. Das Projekt bildet den Start in eine zukunftsweisende praxisorientierte Zusammenarbeit der maritimen Akteure. Der Fokus liegt dabei auf der Erhöhung der Innovationsfähigkeit der maritimen Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen die Reedereiwirtschaft und der Schiffbau. MariStart war bewusst auf nur 12 Monate angelegt. Direkt im Anschluss wurden die hier entwickelten Maßnahmen in dem majeuren Projekt "MariTIM" fortgeführt. MariStart schaffte die analytischen, strukturellen, konzeptionellen, personellen und technischen Voraussetzungen hierfür und bildete damit den Ausgangspunkt für eine dauerhafte Zusammenarbeit der maritimen Branche in der Ems Dollart Region.
Projektlaufzeit: 1.9.2009 bis 31.3.2011
Geplante Projektkosten: 279.392 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 125.726 Euro

NaMaRo
Nachhaltige Marine Rohstoffe / Entwicklung wirtschaftlicher Nutzungskonzepte für Teek und Makroalgen in der EDR
Algenhaltige Biomasse aus der Nordsee wird vor allem im Frühjahr und im Herbst in größeren Mengen sowohl an die niederländischen als die deutschen Küstendeiche angespült. Die Menge angespülter Biomasse (Teek) kann bis 150.000 m³ betragen und bildet damit ein wichtiges Problem in der Ems-Dollart-Region. Algen sind für Küstenfischer ein unerwünschter Beifang (je nach Saison 4-20 t/Woche). An Bord geholte Algen stellen diese Berufsgruppe vor Verarbeitungsprobleme, die zu Ertragseinbußen führen. Die Zielsetzung dieses Projektes ist die Nutzungsmöglichkeiten der bis zum heutigen Tag negativ beurteilten Biomasse zu testen: anhand eines Bio-Kaskadierungskonzepts (Bio-based Economy) sollen die Verwertungsmöglichkeiten maximiert werden. In diesem Projekt sollen die Möglichkeiten für biogene Produkte aus salzhaltiger Biomasse entwickelt und neue wirtschaftliche Möglichkeiten für Unternehmen in der Ems-Dollart-Region eröffnet werden können. Die Möglichkeiten der Verwertung von Meeresalgen werden anhand von drei Themenfeldern erforscht: 1. Meeresalgen als Quelle "grüner" Chemikalien; 2. Produktion von Biogas aus dem von Meeresalgen stammenden Material (unter anderem Treibsel) durch Vergärung; Aufbereitung der vergorenen Biomasse (Gärrest) aus den Meeresalgen, wobei vor allem nach Möglichkeiten, aus dem Restmaterial der Vergärung Makroalgen (deren Mehrwert sich aus dieser Untersuchung ergeben hat) zu züchten, gesucht werden soll.
Projektlaufzeit: 1.5.2009 bis 30.4.2012
Geplante Projektkosten: 1.382.240 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 622.007 Euro

NEND (Nachhaltige Energie Nederland-Deutschland)
NEND ist ein Projekt, bei dem Forschungseinrichtungen, KMU, Behörden und Non-Profit-Organisationen im Bereich der Energie zusammenarbeiten. Die Schaffung von transnationalen Netzwerken, zwischen den Partner und 200 KMUs konzentrieren sich auf die folgenden Themen:
- Einrichtung eines Energie-Clusters mit vier regionalen Zentren.
- Nachhaltiges Bauen in der EDR: Das Generieren von innovativen Konzepten für den ökologischen Siedlungs- und nachhaltigen Gebäudebau. Die Entwicklung neuer Baustoffe und -methoden in Kooperation zwischen Forschung und KMU. In einem Handbuch zum nachhaltigen Bauen werden die Erfahrungen aus den neuen Baugebieten und die Ergebnisse über den privaten Wohnungsbestand durch die Einrichtung von lokalen Netzwerken aus Bauherren und Installateuren dokumentiert und effektiv im Rahmen eines innovativen Marketing-Konzeptes umgesetzt.
- Die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren im Bereich der Biomasse aus Kurzumtriebsplantagen (KUP) und Landschaft.
- Die Schaffung von grenzüberschreitenden Partnerschaften zwischen Anbietern und Abnehmern von PV-Anlagen soll Produktentwicklung und Innovationen beschleunigen.
Das Projektmanagement koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den Partnern und gewährleitstet den Informationsaustausch. Das NEND-Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zum Ziel, die Kernkompetenzen in Bezug auf erneuerbare Energien in der Region zu stärken und verbessert somit die Wirtschaft in der EDR.
Projektlaufzeit: 3.7.2009 bis 30.6.2015
Geplante Projektkosten: 7.542.110 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 3.393.950 Euro

Netzwerk TOEKOMST
Das Projekt "Netzwerk TOEKOMST" hat die grundlegende Neuausrichtung der touristischen Entwicklung im EDR-Raum zum Ziel. Durch die Tourismus-Verantwortlichen aller sieben regionalen Reisegebiete wird ein dauerhaftes Kompetenznetzwerk geschaffen, durch das die Kernqualitäten innerhalb der EDR (u.a. Wattenmeer) unter Einsatz neuester Technologien und Methoden sowie erstmals praktizierter Kooperationsformen nachhaltig gefördert werden. Aufgrund der seit 2004/2005 z.T. weit überdurchschnittlichen Entwicklung des Tourismussektors mit hohem Beschäftigungsanteil insbes. von Frauen soll angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise auch ein Beitrag zur Stabilisierung der regionalen Wirtschaft geleistet werden; u.a. sollen etwa 200 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert werden. Das Projekt ist auf eine Laufzeit bis 31.12.2013 angelegt und mit Gesamtkosten in Höhe von ca. 7,6 Mio. Euro verbunden. Die Durchführung erfolgt in neun Arbeitspaketen, von denen drei auf eine umfassende Internet-Nutzung ausgerichtet sind, vier auf die Weiterentwicklung touristischer "Leuchttürme" und zwei auf das Projektmanagement sowie Kommunikation und PR. Zielgruppen sind insbesondere KMU und Touristen aber auch die regionale Bevölkerung. U.a. sollen ca. 3.400 KMU erreicht, 50 grenzüberschreitende Netzwerke/Cluster unterstützt und 40 Innovationen initiiert werden. Durch enge Abstimmung mit den teilräumlich bestehenden Tourismuskonzepten und Arbeitsteilung werden bestehende Synergiepotentiale bestmöglich genutzt.
Projektlaufzeit: 15.5.2009 bis 30.9.2014
Geplante Projektkosten: 7.636.950 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 3.436.630 Euro

 

Priorität 2: Nachhaltige regionale Entwicklung

Energyfarming
Im März 2009 fand in Papenburg der 3. Internationale Energyfarming Congress als deutsch-niederländische Gemeinschaftsveranstaltung statt. Damit wurde die in 2005 und 2007 erfolgreich begonnene Fachkongressreihe im Gebiet der Ems Dollart Region fortgesetzt und der Wissenstransfer in diesem Gebiet weiter etabliert. Veranstalter waren - wie bereits bei den Vorveranstaltungen - das 3N-Kompetenzzentrum (Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe), Werlte, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und als niederländische Partner der Dienst Landelijk Gebied, Groningen mit dem Kompetenzzentrum Bio Energie Noord.
Projektlaufzeit: 22.9.2008 bis 30.9.2009
Geplante Projektkosten: 112.950 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 56.475 Euro

NPE - Nachhaltige Entwicklung von Natur und Landschaft im Internationalen Naturpark Bourtanger Moor- Bargerveen
Mit der Gründung des Internationalen Naturparkes Bourtanger Moor - Bargerveen e.V. ist die Basis für eine gemeinsame, dauerhafte und nachhaltige Entwicklung geschaffen worden. Über die Gremienstruktur von Arbeitskreis, Beirat und Vorstand sowie den Beteiligungsprozess wurde ein Netzwerk geschaffen, welches relevante Maßnahmenbereiche formuliert hat. Im Bereich Umwelt sind zur nachhaltigen Erhaltung und Entwicklung der Moorflächen die Regulierung des Wasserhaushaltes sowie Lösungsansätze zur Stickstoffbelastung durch die Landwirtschaft konzeptionell vorzubereiten und umzusetzen. Die Kommunikation von Inhalten zur Natur- und Kultur-Landschaft soll zum einen zentral durch den Ausbau des Emsland Moormuseums sowie des Informationszentrums Weiteveen, zum anderen aber auch dezentral mittels elektronischer Informationssäulen, touristischer Orientierungspunkte, Erlebnispfade und -stationen verbessert werden. Mit dem Ausbau von Wegeverbindungen über die Grenze zwischen Emmen und Haren, entlang der Grenze begleitend zur Runde und zwischen Oranjedorp und Klazienaveen Noord und deren Einbindung in das United-Countries-Touren-Netz wird ein wesentlicher Beitrag zur touristischen Erschließung und Entwicklung geleistet. Im Zusammenspiel von Netzwerkarbeit und der zielgerichteten Umsetzung von Maßnahmen erfolgt eine nachhaltige Entwicklung des Naturparkes auch im Sinne zukünftiger Generationen.
Projektlaufzeit: 1.6.2009 bis 30.9.2013
Geplante Projektkosten: 7.805.790 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 3.902.890 Euro

PhytoSana - Gesund und schön älter werden unter Verwendung von Kräutern für Medikamente, Kosmetika und Ernährung
Die Nachfrage nach Heilkräutern für medizinische, kosmetische und Ernährungsanwendungen wächst weltweit. Ziel des Phytosana Projekts ist es, traditionelles therapeutisches Kräuterwissen für die Entwicklung neuer pharmazeutischer, kosmetischer und Functional Food-Produkte mit nachgewiesener Wirksamkeit zu nutzen und Produktionsketten einzurichten, bei denen Kräuter der Rohstoff für diese Produkte sind. Die Essenz des Projekts Phytosana ist die Entwicklung neuer pharmazeutischer Produkte mit gesicherter Wirksamkeit. Weil von einer gesicherten Wirksamkeit ausgegangen wird, wird eine langwierige und kostspielige Zulassungsprüfung für neue Medikamente und aktive Wirkstoffe vermieden.. Das Projekt Phytosana legt damit in der EDR-Region die Grundlage für die weitere Kapitalisierung ungenutzten Wissens aus verschiedenen Wissensquellen. Der Anbau von Kräutern erfolgt im „Garten der Schönheit und Gesundheit“ und hat zum Ziel, die Bürger über Pflanzen und Kräuter zu informieren, die für Gesundheit und Wohlbefinden verwendet werden können bzw. werden und deren Kenntnis in Vergessenheit geraten ist oder zu geraten droht. Die drei Projektthemen Pharmazeutik, Kosmetik und Pharmazeutik sind auch die Themen (der) vom zu schaffenden Cluster „offene Innovation“, in der Wissens- und Ausbildungseinrichtungen und die Wirtschaft bei der Schaffung neuer Produkte und der Erzeugung von neuem Mehrwert zusammenarbeiten.
Projektlaufzeit: 1.1.2012 bis 30.4.2015
Geplante Projektkosten: 1.141.870 €
EU-Beitrag (EFRE): 429.977 €

PlanInfra E 233
Vorbereitung und Planung eines beschleunigten infrastrukturellen Ausbaus der grenzübergreifenden Europastraße 233 in der Ems Dollart Region
Ziel dieses Projektes ist die Vorbereitung für einen vierstreifigen Ausbau der E 233 im Abschnitt von der A 31 bis zur A 1 innerhalb des vierjährigen Projektzeitraums. Die Europastraße 233 verläuft von Hoogeveen auf niederländischer Seite bis zur A 1 bei Cloppenburg auf deutscher Seite. Sie ist im Abschnitt von der A 31 bei Meppen bis zur A 1 weitgehend nur mit einem Fahrstreifen pro Richtung ausgestattet. Es gilt, auch die Finanzierung sicher zu stellen, so dass im Anschluss an das Projekt PlanInfra E 233 mit der Realisierung des Ausbaus begonnen werden kann. Ziel ist es, einen effizienten Zugang der Menschen und Unternehmen aus der Ems Dollart Region zu den europäischen Märkten durch Sicherstellung einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur zu gewährleisten und die Erreichbarkeit und Attraktivität des Wirtschaftsraums Cloppenburg/ Emsland/ Drenthe zu erhöhen. Bezüglich des Transitverkehrs gilt es, die Gefährdungen zu minimieren, die mit dem Güterverkehrsdurchfluss auf der E 233 einhergehen. An erster Stelle sind Lärm- und Abgasemissionen sowie Unfallgefahren zu nennen.
Projektlaufzeit: 1.11.2008 bis 31.12.2013
Geplante Projektkosten: 5.997.690 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 2.998.840 Euro

Water-Technologie
Das Thema Wasser zählt zu den bedeutenden ökonomischen Schwerpunkten der Nord-Niederlande.mRund um die zentrale Achse, dem Forschungsinstitut Wetsus, sind hochwertige Unternehmen tätig.mAuch in Deutschland sind Technologiebetriebe, regionale Wasserverbände und Wasserunternehmen an den Entwicklungen und Herausforderungen des Wassers im 21. Jahrhundert beteiligt. In diesem Projekt wird innovative und experimentelle Forschung betrieben in Bezug auf zwei Themen, die aus einer Reihe erfolgversprechender Themen ausgesucht wurden, um zu einem zusammenhängenden und deutlichen Fokus auf hochwertige und innovative Technologie als Kernpunkt zu gelangen. Das erste Thema umfasst die Behandlung von Abwasser von Krankenhäusern, das eine Bedrohung für die Volksgesundheit darstellt, da Kläranlagen nicht gut in der Lage sind, schädliche Bakterien und Schadstoffe aus Krankenhäusern effektiv zu entfernen. Im Rahmen dieses Themas wird insbesondere experimentell nach neuen Desinfektionsmethoden zur Abtötung schädlicher Bakterien in diesen Abwässern geforscht. Zweites Thema ist die Energiegewinnung aus Klärwasser und industriellem Abwasser. Die Wärme aus dem Klärwasser kann zum Heizen genutzt werden und so in Zukunft zu einem signifikanten Beitrag zur Energieeinsparung in der bebauten Umgebung führen. Zu diesem Thema wird experimentell geforscht, wobei erfolgversprechende innovative Technologien in Praxissituationen getestet werden.
Projektlaufzeit: 1.11.2011 bis 30.6.2015
Geplante Projektkosten: 1.376.230 €
EU-Beitrag (EFRE): 575.000 €


Priorität 3: Integration und Gesellschaft

Auf dem Weg von Anne Frank
Geschichtliche Aufarbeitung der Judenverfolgung im Dritten Reich am Beispiel des Herinneringscentrums Kamp Westerbork und einer deutsch-niederländischen Zeitzeugenbefragung mit entsprechender Dokumentation
Das deutsch-niederländische Projekt mit dem Titel "„Auf dem Weg von Anne Frank“" bietet eine einzigartige Chance in der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit, um die Geschichte der Deportation von jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern während des Dritten Reiches aufzuarbeiten, nachzuvollziehen und diesem Thema in der Öffentlichkeit einen gebührenden Platz einzuräumen. Dieses Projekt hat zum Ziel, die furchtbaren und schrecklichen - mit menschlichem Verständnis nicht nachzuvollziehenden - Erlebnisse und Ereignisse bezogen auf die geplante Vernichtung unzähliger unschuldiger Menschen, präsent zu halten und der jetzigen und allen folgenden Generationen als immerwährendes Mahnmal zu dienen. Die Teilprojekte, direkte Pflege- und Instandhaltungsarbeiten in dem Herinneringscentrum Kamp Westerbork, die Nachverfolgung der Stationspunkte des Deportationsweges in Richtung der Konzentrationslager, die Einbindung der ehmaligen jüdischen Schule und die multimediale Erstellung der gesamten Dokumentationsergebnisse mit entsprechender Aufarbeitung für die Öffentlichkeit bilden das Gesamtprojekt.
Projektlaufzeit: 1.07.2012 bis 30.04.2015
Geplante Projektkosten: 424.550 Euro
EU-Beitrag: (EFRE): 212.275 Euro

Fit for Business
Gesunde Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind das wertvollste Kapital eines Unternehmens. Durch krankheitsbedingte Fehlzeiten entstehen den regionalen KMU jedoch jedes Jahr immense Verluste an Produktivität, Qualität und Wertschöpfung. Trotzdem spielt das Thema Gesunderhaltung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durch Sport, Bewegung und gesunde Lebensweise gerade in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine erstaunlich geringe Rolle, obwohl es eigentlich Bestandteil der betrieblichen Risikovorsorge sein müsste. "Fit for Business" setzt mit einem innovativen und grenzübergreifenden Ansatz an diesem Defizit an. Mit dem Projekt "Fit for Business" gewinnen die regionalen Unternehmen die Sportverbände als neuen Partner systematischer Bewegungs- und Gesundheitsförderung und -koordination in ihren Unternehmen. Der Kreisportbund Emsland und Sport Drenthe werden in der vierjährigen Projektlaufzeit für insgesamt 48 regionale KMU Eingangsanalysen durchführen, individuelle Bewegungs- und Gesundheitskonzepte entwickeln, diese mit Sport- und Gesundheitsanbietern (z.B. Sportvereinen) umsetzen und den gesamten Prozess wissenschaftlich begleiten. Grenzüberschreitend werden die "Fit for Business"-Methodik entwickelt, die Umsetzung in Benchmarks verglichen und die Effekte gemessen. Über das Projekt wird es zur Etablierung neuartiger Kooperationen zwischen Sport und Wirtschaft kommen. Begleitet wird das Projekt durch grenzübergreifende Events zum Thema "fitte Unternehmen".
Projektlaufzeit: 1.1.2010 bis 30.6.2014
Geplante Projektkosten: 899.836 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 449.918 Euro

Grenzgänger - Grensganger
Grenzüberschreitende Konzertreihe, kulturtouristische Arrangements und Informationen über die Grenzregion Oost-Groningen/Ostfriesland
In einem gemeinsamen Projekt der beiden Musikfestivals "Musikalischer Sommer in Ostfriesland" und dem "Peter de Grote Festival - een muzikale Zomer" wird eine jährliche grenznahe Serie mit zehn Konzerten innerhalb der beiden Festivals (fünf auf jeder Seite) und einem erweiterten Paket an touristischen Informationen aufgelegt. Dadurch soll die kulturtouristische Attraktivität dieser Grenzlandschaft gesteigert werden. Das Programm der Konzerte beinhaltet hochwertige Kammermusik und verwandte Strömungen, also ein Kulturangebot, das dem Interesse der Kulturtouristen besonders entgegenkommt. Besonderer Wert wird auf die Erreichbarkeit der Veranstaltungen und die Öffentlichkeitsarbeit gelegt. Eine zusätzliche gemeinsame Broschüre in drei Sprachen (Englisch, Niederländisch, Deutsch) soll eine ausführliche Beschreibung der Grenzkonzerte und die touristischen Informationen (Übernachtungen, Sehenswürdigkeiten, Erreichbarkeit) enthalten. Die Entwicklung und Verbreitung dieser Broschüre soll zusammen mit touristischen Organisationen auf beiden Seiten der Grenze realisiert werden, damit es eine optimale Abstimmung gibt. In Zusammenarbeit mit dem Marketing Groningen, den VVV, der Ostfriesland Touristik und den Verkehrsvereinen soll die Broschüre außerhalb der Region auch im touristischen Umfeld verbreitet werden.
Projektlaufzeit: 1.1.2009 bis 31.3.2014
Geplante Projektkosten: 750.000 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 375.000 Euro

Grenzübergreifendes Polizeiteam / Grensoverschrijdend Politie Team (GPT)
An der Staatsgrenze endet grundsätzlich der Zuständigkeitsbereich der Sicherheitsorgane. Im Vertrag von Enschede sind Ausnahmen geregelt, die den Grenzübertritt in das Hoheitsgebiet des jeweils anderen Staates begründen. Die normale (nationale) Streifentätigkeit wird in diesem Vertrag nicht angesprochen, so dass im Nachbarland festgestellte Auffälligkeiten eine Weiterverfolgung auf dem Hoheitsgebiet des Nachbarlandes nicht rechtfertigen. Kriminalität kann daher bei einem Verdacht nicht unmittelbar über die Grenze und zeitnah verfolgt werden. Durch die Aufstellung eines (binational besetzten) GPT in dieser Region werden diese Begrenzungen teilweise überwunden. Durch die Aufstellung einer binationalen operativen Einheit soll die Innere Sicherheit in einem definierten grenzüberschreitenden Raum verbessert werden. Beim Verdacht einer bevorstehenden Straftat/Gefahr kann das GPT mit all seinen Zuständigkeiten diese Grenzen überwinden und auf diese Weise gemeinsam mit den zuständigen Stellen des Nachbarlandes einschreiten. Ziel dieses innovativen Projektes ist die Aufstellung eines mit neun Beamten binational besetzten Teams, das einen festen Platz innehat und bei Bedarf grenzüberschreitend für Sicherheit sorgt.
Projektlaufzeit: 1.4.2012 bis 31.3.2014
Geplante Projektkosten: 376.190 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 188.095 Euro

HAIP
Der Projekttitel HAIP steht für "historisch archeologisch informatiepunt", auf Deutsch "historisch archäologisches Informationszentrum". In dem Projekt werden regionale Informationszentren zu archäologisch bedeutsamen Stätten und Gebieten grenzübergreifend stärker miteinander vernetzt. Im Rahmen des Projekts wurde auf beiden Seiten der Grenze jeweils ein Besucherinformationszentrum eingerichtet:
1. In der Johanniter Kapelle in Bokelesch entstand ein Besucherzentrum zur Geschichte des Johanniter-Klosterordens in den nördlichen Küstengebieten.
2. Das zweite Zentrum, das auf die Kulturlandschaft eingeht, die sich im Laufe der Jahrhunderte um den Dollart herum gestaltet hat, wurde in der "Oude Remise" in Bad Nieuweschans realisiert.
Projektlaufzeit: 1.12.2008 bis 30.9.2011
Geplante Projektkosten: 499.910 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 249.955 Euro

Junge Ems-Dollart Philharmonie
Die Junge Ems-Dollart Philharmonie soll talentierten Jugendlichen der Musikschulen im EDR Gebiet eine grenzübergreifende Plattform für eine besondere musikalische Förderung bieten. Aus dieser Förderung ergibt sich, dass die Jugendlichen unter professioneller Anleitung große Orchesterliteratur erarbeiten, die im üblichen Musikschulbetrieb wegen der Kleingliedrigkeit der Musikschulen und der finanziellen Dimension dieses Projektes nicht erreichbar ist. Ein übergeordnetes Gremium sorgt mit Hilfe von jeweils zwei organisatorischen Leitern und einem künstlerischen Leiter für die Umsetzung der Ziele dieses Projektes und für das Weiterleben dieses Orchesters nach Ablauf der Förderperiode.
Projektlaufzeit: 1.12.2008 bis 31.12.2014
Geplante Projektkosten: 624.825 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 312.413 Euro

2013 - Land der Entdeckungen
Das Projekt „2013 – Land der Entdeckungen“ ist ein Kooperationsprojekt von deutschen und niederländischen Partnern aus den Bereichen Denkmalpflege, Wissenschaft und Museum des EDR-Förderraums. Gemeinsam entwickeln die Partner eine Ausstellung zur Archäologie des friesischen Küstenraums, die in Emden und Groningen gezeigt werden soll (Projektsäule Ausstellung). Parallel sollen kleine wissenschaftliche Projekte verwirklicht werden, die die aktive Einbindung des Bürgers in die Arbeitsweise der Denkmalpflege und Wissenschaft zum Ziel haben (Projektsäule Parallelprogramm). Über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung geben Kolloquien, über die Entwicklung des Projektes und der Begleitprogramme moderne Medien Auskunft (Projektsäule Dialog). Eine gemeinsame Publikation fasst den aktuellen Stand der Forschung für den Leser in allgemein verständlicher Form und mit einer reichen Bebilderung zusammen. Das Ausstellungs- und Kooperationsprojekt ist der Auftakt eines verstärkten dauerhaften Austausches und einer fruchtbaren Zusammenarbeit auf den Ebenen Denkmalpflege & Archäologie sowie Wissenschaft & Museen und wird auch mittel- und langfristig zu einer deutlichen Intensivierung der länderübergreifenden Kooperation führen.
Projektlaufzeit: 1.9.2010 bis 30.6.2014
Geplante Projektkosten: 983.540 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 491.770 Euro

Mobilität
Aufbau und Durchführung eines umfassenden Beratungs- und Informationsnetzwerkes zur grenzübergreifenden Mobilität von Unternehmen und Bürgern
Zusammen mit den national/regional zuständigen Stellen soll für die Arbeitnehmer und Unternehmen im Rahmen dieses Projektes ein umfangreiches Beratungsangebot auf- und ausgebaut werden. Eine wichtige Zielsetzung besteht darin, noch bestehende Hindernisse für Grenzpendler (sowohl für KMU als auch für Beschäftigte), die im Nachbarland tätig werden, insbesondere im Bereich der Steuer- und Sozialgesetzgebung durch entsprechende Unterstützung abzubauen bzw. die jeweils andere Rechtslage einsichtig zu vermitteln. Durch individuelle Beratungen und Informationsveranstaltungen, die unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten unabhängig und objektiv erfolgen, soll in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern ein Netzwerk einer nachhaltigen Beratungsinfrastruktur entstehen, das für Grenzpendler ein umfassendes Angebot vorhält. Außerdem soll in diesem Netzwerk die Mobilität von Unternehmen im Grenzgebiet gefördert werden, um damit einen Beitrag zur regionalen grenzübergreifenden wirtschaftlichen Entwicklung im Norden der Niederlande und im Nordwesten Niedersachsens zu leisten.
Projektlaufzeit: 1.1.2011 bis 30.6.2015
Geplante Projektkosten: 624.280 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 312.140 Euro

Net(z)werk
Das Rahmenprojekt "Net(z)werk" soll einen Beitrag dazu leisten, die Inhalte und Zielsetzungen des INTERREG-Programms auch in kleineren Projekten aufzugreifen und die dazu notwendige Zusammenarbeit auf breiter Basis nachhaltig zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund steht der Wissenstransfer und die Netzwerkbildung im Mittelpunkt der Aktivitäten. Darüber hinaus soll es dazu beitragen, alle gesellschaftlich relevanten Gruppen im Bereich der sozio-ökonomischen und der sozio-kulturellen Zusammenarbeit an der grenzübergreifenden Zusammenarbeit im Programmgebiet zu beteiligen. Auf diesem Wege kann ein wichtiger Beitrag geleistet werden, die unterschiedlichen Partner nicht nur bei den prioritären Themen des Programms, sondern auch bei vielen aktuellen Fragen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung einzubeziehen. Damit können Defizite abgebaut und aktuelle Schwerpunktthemen aufgegriffen und verstärkt bearbeitet werden. Als Folge einer solchen ersten Zusammenarbeit soll eine derartige Eigendynamik entstehen, dass die Vernetzung auch über das Projektende hinaus bestehen bleibt und somit der Mehrwert dauerhaft wirkt. Insgesamt soll durch die grenzübergreifende Zusammenarbeit im Projekt einerseits die Schwelle für eine Kooperation möglichst niedrig werden und andererseits sollen natürlich positive Impulse für die grenzübergreifende Wirtschaft gegeben werden.
Projektlaufzeit: 1.12.2008 bis 30.6.2015
Geplante Projektkosten: 3.000.000 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 1.500.000 Euro

Spoor Leer-Groningen-Borkum
Verlängerung der heutigen Schienenverbindung zwischen Groningen und Roodeschool zum Fährterminal im Eemshaven
Mit der Verwirklichung des Lückenschlusses zwischen Roodeschool und Eemshaven mit einer Gleisinfrastruktur wird eine direkte Bahnverbindung zwischen Groningen/Eemshaven und Borkum geschaffen. Damit wird eine wichtige Rahmenbedingung für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Grenzregion erfüllt. Personen können sich dadurch schnell und einfach in der Grenzregion bewegen und problemlos zwischen Eemshaven/Borkum und der Stadt Groningen reisen. Zusammenfassend bedeutet die Bereitstellung einer Schienenverbindung nach Eemshaven einen wichtigen Impuls für das Wachstumspotenzial der wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung in der Region Borkum – Eemshaven – Groningen. Die Betreibung der öffentlichen Schienenverbindung ist von der Provinz Groningen in Konzession an den Bahndienstleister Arriva übertragen worden. Die Engineeringphase von ProRail wird am 1. April 2013 beginnen. Nach Ausschreibung und Bau kann die Verbindung 2017 in Betrieb genommen werden.
Projektlaufzeit: 1.12.2012 bis 30.6.2015
Geplante Projektkosten: 2.000.000 €
EU-Beitrag (EFRE): 813.265 €

Wassermanagement / Watermanagement
Da beidseitig der Grenze durch die jahrzehntelange Abtorfung hydrologische Veränderungen entstanden sind, beschäftigt das Wassermanagement im Int. Naturpark Moor die Fachleute schon seit Jahren. Das Gebiet Alt-Hesepertwist wird durch die Torfindustrie zu Landwirtschafts- und Siedlungszwecken genutzt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist dies nur durch die aufwändige Entwässerung mittels Pumpen möglich. Indem der Düker umgebaut wird kann er den Anforderungen an eine freie Vorflut der Twister Aa gerecht werden. Die Folge ist eine deutliche Verbesserung des Wassermanagements im Bezug auf Wirtschaftlichkeit und Energieverbrauch. Die Einrichtung einer Pufferzone westlich des Natura2000-Gebietes Bargerveen kommt sowohl der Landwirtschaft, als auch dem Naturschutz sehr zu Gute. Hier besteht ein Konflikt zwischen beiden Interessensgruppen. Zur Erhaltung des wertvollen Moorkörpers ist ein hoher Wasserstand unabdingbar. Für die Landwirtschaft, die an das Bargerveen angrenzt, ist jedoch ein zu hoher Wasserstand schädlich. Die Einrichtung einer Pufferzone garantiert einen Übergang zwischen den hohen Wasserständen des Bargerveen und den niedrigen der landwirtschaftlich genutzten Flächen, ohne dass eine gegenseitige Beeinflussung stattfindet. Das Vorhaben trägt somit zur wirtschaftlichen Verbesserung bei. Die positive Entwicklung des Moores findet starken Anklang im naturnahen Tourismus.
Projektlaufzeit: 1.3.2012 bis 1.3.2014
Geplante Projektkosten: 772.500 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 386.250 Euro

WiGeDok
Die Wirtschaftsgeschichte Ostfrieslands ist noch weitgehend unerforscht und auch für die Provinz Groningen gibt es nur wenige Studien. Noch beklagenswerter ist, dass in beiden Regionen bisher auch viel zu wenig zur Sicherung wirtschaftsgeschichtlicher Quellen getan wurde. Wenn sich die Situation hier nicht umgehend verbessert, wird sich die neuere Wirtschaftsgeschichte dieser beiden Regionen wegen Quellenmangels nicht mehr schreiben lassen. Mit der Erstellung eines sachthematischen Inventars zu Archivalien der Wirtschaftsgeschichte in Ostfriesland und Groningen vom 19. Jahrhundert bis heute soll ein grundlegendes Hilfsmittel bereitgestellt werden, um diese Lücke zu schließen. Neben der Erschließung von Schriftgut der Wirtschaft, das bereits in Archiven lagert, soll auch solches Schriftgut gesucht und gesichert werden, das sich noch außerhalb von Archiven befindet. Es wird ein gemeinsames Internetportal der Kooperationspartner eingerichtet, in das alle Verzeichnungsergebnisse einfließen, das Auskunft gibt über den Stand der Arbeiten und sich nicht nur an Fachhistoriker, sondern auch an die historisch interessierte Öffentlichkeit richtet. Besonders wichtige Dokumente zur regionalen Wirtschaftsgeschichte werden eingescannt und hier zugänglich gemacht. Die grenzübergreifende Erfassung legt außerdem den Vergleich der Regionen nahe, fördert damit auch grenzübergreifende wissenschaftliche Arbeiten und leistet so einen Beitrag zum Zusammenwachsen der Regionen.
Projektlaufzeit: 1.5.2010 bis 31.3.2013
Geplante Projektkosten: 270.000 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 135.000 Euro


Majeure Projekte

DIAMANT
Ziel des DIAMANT-Projektes ist es, den Prozess der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Partnerschaften im Mikro- und Nanotechnologiesektor zu fördern. Dies umfasst industrielle Forschung und experimentelle Entwicklung in deutsch-niederländischen Subprojekten in zwei Bereichen: Miniaturisierung und Integration elektronischer, mechanischer und sensorischer Funktionen in MEMS und Mikrosystemen und Energieumwandlung und -speicherung in photovoltaischen Solarzellen und Batteriemanagementsystemen.
Zusätzlich zu den Subprojekten generieren die Unternehmen und Forschungseinrichtungen eine weitere grenzüberschreitende Vernetzung. DIAMANT unterstützt die Partner bei dem Erfahrungsaustausch und Matchmaking von Unternehmern und Forschern innerhalb und außerhalb des Partnerkreises. Dazu kommen kurzfristige Beratungen der Unternehmer zur Vorbereitung einer erfolgreichen Markteinführung der neuen Produkte.
DIAMANT verfolgt desweiteren die Initiative, die Cluster und regionalen Wirtschaftsförderungsinitiativen auf beiden Seiten der Grenze, die die Unterstützung von Unternehmen im Mikro- und Nanotechnologiebereich zum Ziel haben, zusammenzuführen. Mit DIAMANT engagieren sie sich für eine dauerhaft angelegte Zusammenarbeit. Ihre Netzwerke werden verbunden. Wo möglich und gewünscht, bringen sie ihre Erfahrungen aus dem DIAMANT-Projekt in ihre reguläre Arbeit mit ein.
Projektlaufzeit: 8.12.2010 bis 30.6.2015
Geplante Projektkosten: 7.924.040 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 2.974.370

EurSafety Health-net
Euregionales Projekt für Patientensicherheit und Infektionsschutz
Das Projekt beinhaltet die Entwicklung grenzüberschreitender Strategien und Strukturen zur Gewährleistung der Patientensicherheit. Die Prävention von Infektionskrankheiten steht dabei im Mittelpunkt. Das Projekt schließt damit an das INTERREG III A-Projekt "MRSA-Net EUREGIO" an.
Das Projekt umfasst folgende Aktivitäten:
- Schaffung einer grenzweiten Projektstruktur
- Schaffung von grenzübergreifenden Qualitätsnetzwerken
- Aufbau eines grenzweiten Qualitätsverbunds (EurQHealth)
- Etablierung von euregionalen Kompetenzzentren
- Fort- und Weiterbildung des Personals im Gesundheitswesen
- Aktive Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit
- Schaffung einer Telematikplattform zur euregionalen Erfassung und Austausch von Daten (z.B. Strukturdaten, Antibiotikaverbrauch, Labordaten, Frühwarnsystem für gefährliche Erreger etc.).
Weitere Informationen zum Projekt sind zu finden unter: www.eursafety.eu
Projektlaufzeit: 25.11.2008 bis 30.6.2015
Geplante Projektkosten: 8.107.550 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 4.053.780 Euro

FOOD Future
Zukunftsweisende Technologien und Innovationen für Unternehmen der Ernährungsbranche im deutsch-niederländischen Grenzraum
Die Ernährungswirtschaft gehört zu den strukturell wichtigsten Branchen im deutsch-niederländischen Grenzraum. Der stark KMU-geprägte Ernährungssektor sieht sich starken globalen Herausforderungen ausgesetzt mit Blick auf seine Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit.
Kernidee von FOOD Future ist es, den Unternehmen der Ernährungswirtschaft ein Instrumentarium zur Verfügung zu stellen, das zur Steigerung ihrer Innovationsfähigkeit und -tätigkeit beiträgt. Dabei soll die Zusammenarbeit von Betrieben und wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen gestärkt und damit der Technologietransfer und die Innovationsentwicklung in die Betriebe gefördert werden. Konkret wird FOOD Future fünf Instrumente entwickeln und den Betrieben zur Verfügung stellen: 120 Fachinterviews, 50 Innovationsberatungen, 38 Machbarkeitsstudien, 28 Transferprojekte, 18 Innovationsprojekte.
In fünf FOOD Future Teilregionen werden regionale Koordinatoren die Instrumente managen, die die Betriebe hierzu beraten und betreuen sowie grenzübergreifend Food Future Begleitmaßnahmen durchführen: 6 Stakeholder-Meetings, 45 Technologie-Workshops, 10 Symposien, 20 Fachseminare.
Koordination, Austausch und Projektkontrolle erfolgen auf Ebene der FOOD Future Plattform, unterstützt durch einen Lenkungsausschuss. Ein Datenbank- und Online-Monitoringsystem bildet die Kommunikations- und Informationsbasis für das Projekt.
Projektlaufzeit: 1.1.2010 bis 30.6.2015
Geplante Projektkosten: 10.974.400 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 4.938.460 Euro

Gezonde Kas
Erarbeitung/Aufbau eines innovativen Systems von Produkten und Dienstleistungen für ein nachhaltiges Management von Krankheiten und Schädlingen im modernen Unterglasanbau im deutsch-niederländischen Grenzgebiet.
Die beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen werden pilothaft für Tomaten und Topfpflanzen ein aufeinander abgestimmtes System innovativer Technologien und Dienstleistungen (GKS) zur Marktreife führen, was zur Innovationsverstärkung in den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) führen wird. Das System umfasst die aufeinander aufbauenden Prozessschritte Monitoring, Dateninterpretation und Aktionen, die aus dem Schritt Sauberer Start folgen. Die Konkurrenzfähigkeit in der Grenzregion wird verbessert, desgleichen die Wettbewerbsfähigkeit und Produktführerschaft auf europäischer und internationaler Ebene.
Nach diesem Projekt können die folgenden Ergebnisse erwartet werden:
Seitens der partizipierenden Zulieferbetriebe
- Neue und geprüfte Monitoringtechniken
- Neue Applikationstechniken
- Integrierte Managementprogramme
- Neue Dienstleistungen
- Neue Chancen auf dem internationalen Markt
Das entwickelte GKS soll am Projektende in ein Pilotprojekthaus eingebaut werden. Es dient der Information potentieller Käufer und erleichtert damit die Markteinführung.
Mit der Markteinführung des GKS erhalten die Produzenten im Euregiogebiet einen entscheidenden Wettbewerbsvorsprung, und zwar durch
- Verbesserte Beherrschung von Krankheiten und Schädlingen
- Verringerten Input chemischer Bekämpfungsmittel
- Verminderung gesundheitsgefährdender Aktionen
- Weniger Arbeit
- Höhere Erlöse / verbesserte Wirtschaftkraft
- Besseres Image des Unterglasanbaus
Projektlaufzeit: 20.9.2010 bis 30.6.2015
Geplante Projektkosten: 10.163.600 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 3.966.040 Euro

Groen Gas
Innerhalb dieses Projekts arbeiten Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden grenzüberschreitend mit dem Ziel zusammen, die Wertschöpfungskette für Grünes Gas weiter zu optimieren. Derzeit gibt es noch viele Engpässe, die der Produktion von grünem Gas und der Nutzung im Wege stehen. Dies hat zur Folge, dass die Einführung von grünem Gas weit hinter den technischen Möglichkeiten zurück bleibt. In diesem Projekt arbeiten über 50 Partner in 18 Teilprojekten zusammen, um spezielle Engpässe in der Anwendung von grünem Gas abzubauen oder zu verringern. Dabei sollen die Produktion von grünem Gas effizienter und profitabler gestaltet, logistische Probleme gelöst und neue innovative Anwendungen von grünem Gas entwickelt werden. Darüber hinaus ist ein strategisches Arbeitspaket in dem Projekt Grünes Gas eingebaut. Grünes Gas spielt eine strategische Rolle in der nachhaltigen Gestaltung der Energieversorgung, wodurch kontinuierlich auf das strategische Umfeld reagiert werden muss. Innerhalb dieses Arbeitspakets werden grenzüberschreitende Strategien entwickelt, die den Weg für weitere Entwicklungen und für einen Ausbau der Größenordnung der Produktion und der Verwendung von grünem Gas ebnen sollen.
Projektlaufzeit: 1.2.2011 bis 30.6.2015
Geplante Projektkosten: 9.400.360 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 4.150.710 Euro

MariTIM: Maritime Technologien und Innovationen - Modellregion Deutschland/Niederlande
Mit dem Projekt „MariTIM“ erfolgt in den Jahren 2011 bis 2015 die innovationsorientierte maritime Zusammenarbeit im deutsch-niederländischen Grenzraum. Im Mittelpunkt stehen die maritime Technologieentwicklung und die Vernetzung.
In der technologischen Zusammenarbeit konzentriert sich „MariTIM“ auf die Entwicklung innovativer Schiffsantriebssysteme. Hier arbeiten in drei Teilprojekten Unternehmen und Wissenseinrichtungen aus der maritimen Wirtschaft an Motorisierungskonzepten für die Schiffe von morgen: Für Fahrgastschiffe wird ein umweltfreundlicher Antrieb mit Flüssiggas (LNG) entwickelt. Für die Binnenschifffahrt wird in Theorie und Praxis untersucht, welche innovativen Antriebssysteme für welche Verkehre und Schiffstypen am zukunftsfähigsten sind. Für die Küstenschifffahrt wird der windunterstützte Antrieb durch Segelrotortechnik weiterentwickelt. Der besondere Mehrwert für die maritime Wirtschaft und die Einzigartigkeit des „MariTIM“-Ansatzes bestehen darin, dass in den drei Innovationsprojekten mit insgesamt sechs durch die Region bereitgestellten realen Erprobungsschiffen gearbeitet wird.
Die 26 Projektpartner repräsentieren ein einzigartiges maritimes Wissensnetzwerk auf europäischem Niveau. Darüber hinaus wird „MariTIM“ die gesamte maritime Branche in der Grenzregion durch eine Reihe von Vernetzungsmaßnahmen enger zusammenführen und strategisch auf zukünftige gemeinsame Aufgaben vorbereiten.
Projektlaufzeit: 5.1.2011 bis 30.6.2015
Geplante Projektkosten: 8.767.420 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 2.959.990 Euro

Mechatronik für KMU
Das Projekt "Mechatronik für KMU" fördert die Erschließung und Einführung der Schlüsseltechnologie Mechatronik in hunderte kleine und mittelständische Unternehmen. Mechatronik umfasst das interdisziplinäre Zusammenwirken von Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik beim Entwurf und der Herstellung industrieller Erzeugnisse sowie bei der Prozessgestaltung. Viele KMU haben mit Ingenieurmangel zu kämpfen. Dadurch sind die Möglichkeiten für technische Entwicklungen und Innovationen begrenzt. Dies wirkt sich mittlerweile wachstumshemmend auf die Wirtschaft aus. "Mechatronik für KMU" stärkt die Innovationsfähigkeit der KMU im deutsch-niederländischen Grenzgebiet von der Nordsee bis an den Niederrhein.
Das Projekt sieht eine fünfstufige Förderung vor, beginnend mit einem ersten Orientierungsgespräch: Ein Berater der für den Betrieb zuständigen Wirtschaftsförderungsgesellschaft untersucht gemeinsam mit dem Unternehmen, ob der Einsatz von Mechatronik sinnvoll ist. Ist das der Fall, so wird zu den folgenden Phasen übergegangen. In Phase 2 unterstützen deutsche und niederländische Universitäten und Fachhochschulen den Unternehmer bei der Konkretisierung der Fragestellung und der Entscheidung, welche Lösung dem Betrieb am meisten nützt. In Phase 3 beschäftigen sich externe Spezialisten in einer Intensivberatung mit den technologischen Aspekten. 260 Betriebe sollen davon profitieren. Sobald die technischen Fragen beantwortet sind, ist der Weg frei für eine Machbarkeitsstudie und eine Untersuchung der Wirtschaftlichkeit (Phase 4). Dies soll in 130 Betrieben durchgeführt werden. 65 Betriebe kommen in Betracht für die fünfte und letzte Phase, das Entwicklungsprojekt, welches zum Beispiel den Bau eines Prototyps umfassen kann. An der Umsetzung sind sowohl deutsche als auch niederländische Experten beteiligt.
Die Fördersummen für die Unternehmen können sehr hoch sein. Die Gespräche während der ersten und zweiten Phase sind für die Betriebe nicht mit Kosten verbunden. Das sorgt für eine niedrige Zugangsschwelle. In den darauf folgenden Phasen kann der finanzielle Zuschuss mehrere zehntausend Euro betragen, abhängig vom jeweiligen Projekt und den entstandenen Kosten.
Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Homepage zu finden: www.mechatronik-kmu.eu
Projektlaufzeit: 1.3.2009 bis 30.6.2015
Projektkosten: 18.371.800 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 7.277.400 Euro

Safe Guard
Gesunde Tiere und sichere Lebensmittel aus der deutsch-niederländischen Euregio
Die für europäische Verhältnisse weit über dem Durchschnitt liegenden Viehdichten beiderseits der Grenze sowie die daraus resultierende Ansiedlung von Unternehmen aus der Ernährungswirtschaft, unterstreicht die Bedeutung des Agro-Business in der Grenzregion. Die Vermeidung von Lebensmittelkrisen, Tierseuchenausbrüchen und die Verbreitung von Zoonosen, Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden, gehört nach neuesten Erkenntnissen zu den entscheidenden Voraussetzungen für das wirtschaftliche Überleben und die gesellschaftliche Akzeptanz von intensiven Agrarstandorten.
Auch die Qualitätserwartungen an tierische Produkte insbesondere hinsichtlich ihrer Frische und Sicherheit ist mit den veränderten Verbrauchergewohnheiten ständig gewachsen.
Das Projekt fördert den Technologie- und Wissenstransfers zwischen Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft sowie behördlichen Einrichtungen. Neue Maßstäbe werden in den Bereichen organisatorischer Abläufe gesetzt (Risikoorientierte Lebensmittelüberwachung, Frühwarnsysteme, Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität, Krisenmanagement, Informations- und Kommunikationsmodelle, etc.). Im Projekt werden ebenfalls technische Innovationen (Webbasierte-Datenbank-Lösungen, Analytik, Diagnostik, E-Learning, etc.) in Wertschöpfungsketten von Lebensmitteln tierischer Herkunft etabliert.
Projektlaufzeit: 1.7.2008 bis 30.6.2015
Geplante Projektkosten: 9.348.020 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 4.674.010 Euro

Smartbot
In „SmartBot“ vereinigen sich rund 30 Wissenseinrichtungen und KMU in der Grenzregion, die zusammen neues Wissen und Erkenntnisse auf dem Gebiet der intelligenten Multi-Sensor-Roboter-Systeme erarbeiten. In drei Teilprojekten werden durch Forschung, schon verfügbarem Wissen und auf den Märkten erhältlichen Komponenten, funktionierende Prototypen für die Anwendung in den Bereichen Ackerbau, Schiffbau und Industrie entwickelt.
Die Wahl der Anwendungsbereiche in den Wirtschaftszweigen beruht auf für die Grenzregion relevanten Wirtschaftszweigen. Die Unternehmen in den Sektoren können mittels der SmartBot-Resultate und dem Gebrauch von Roboter- und Sensortechnologie in ihren Produkten oder Diensten, neue Märkte kreieren und einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Außerdem kann SmartBot mithelfen, die Umwelt weniger zu belasten.
Wissensaustausch ist ein wichtiger Bestandteil jedes Teilprojektes. Bei Konferenzen und in Publikationen werden das erworbene Wissen und Erfahrungen auf wissenschaftlichem Niveau geteilt. Mittels u.a. Workshops werden das erworbene Wissen an die Wirtschaft weitergegeben und in der Bildung integriert.
SmartBot verstärkt die Zusammenarbeit zwischen den Wissenseinrichtungen untereinander als auch zwischen den Wissenseinrichtungen und der Wirtschaft. SmartBot legt die Basis für eine strukturelle, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und für die Positionierung der Grenzregion als Hotspot auf dem Gebiet der intelligenten Multi-Sensor-Roboter-Systeme.
Projektlaufzeit: 1.4.2011 bis 30.6.2015
Geplante Projektkosten: 8.429.820 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 3.960.140 Euro

Telemedicine and Personalized Care
Das Projekt umfasst neun grenzüberschreitende Konsortien von etwa 30 KMU und 24 wissenschaftlichen Instituten, Pflegediensten und Netzwerkorganisationen die konkrete Anwendungen in den Bereichen Rehabilitation, Telehealth und Technologie entwickeln.
Oost NV, Health Valley, Zorginnovatieforum, Fachhochschule Münster, Gewinet und das Cluster Gesundheitswirtschaft Nordrhein Westfalen bilden eine strategische Kernpartnerschaft und unterstützen die Konsortien.
Projektlaufzeit: 15.07.2010 bis 30.05.2015
Projektkosten: 10.122.300 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 3.884.810 Euro

TKV: Funktionale Oberflächen
Deutsch-Niederländischer Technologie-Kompetenz-Verbund (TKV): Funktionale Oberflächen
Anlass ist die Reaktion auf die Herausforderung des komplexen, alle Branchen betreffenden zukünftigen technologischen Wandels des D-NL-Profilfeldes Funktionale Oberflächen.
Der Aufbau und Betrieb eines D-NL-Kompetenzclusters für Funktionale Oberflächen für euregionale KMU besteht in erster Linie aus vorerst fünf hochtechnologischen, innovativen, anwendungsnahen und industriellen Prozess- bzw. Produktentwicklungen als richtungsweisende "Leuchttürme" bzw. Säulen:
1. Easy-to-Clean Oberflächen/Nanotechnologien
2. Oberflächenreinigung u. -Hygiene i. d. Lebensmittelindustrie
3. Oberflächenmodifikation (Ink-Jet-Technologie-Textil u. antimikrobielle Beschichtungen)
4. Innovative Klebetechnik (neuartige Etikettenverklebungen, VOC-reduzierte Klebst.)
5. Powder-Navigator (Navigationssystem f. neuartige Pulverlacke)
In Teilprojekten planen, entwickeln, testen, distribuieren, steuern u. koordinieren Vertreter von Wissenseinrichtungen, Wirtschaft (insbes. KMU) u. Intermediäre (u.a. Verbänden, Kammern, Entwicklungsgesellschaften) gemeinsam dieses hochtechnologische und für den Mittelstand operationale Vorhaben mit deutlichen positiven Auswirkungen für euregionale Alleinstellung, internationalen Wettbewerbsvorteil, Chancengleichheit und Umweltrelevanz.
Nach Ablauf der dreijährigen Förderung wird durch organisatorische, technologische und didaktische Voraussetzungen eine fest verankerte Nachhaltigkeit gewährleistet.
Gesteuert wird das Projekt vom Leadpartner Hochschule Niederrhein mit Hilfe eines aus Experten der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bestehenden Beirats.
Projektlaufzeit: 1.4.2011 bis 30.6.2015
Geplante Projektkosten: 7.483.700 Euro
EU-Beitrag (EFRE): 2.996.320 Euro

 

STAND: 17. August 2015